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Warum ist es die schlechteste Strategie, bei der IT zu sparen?

In Unternehmen wird die IT im Haushalt oft nur als Kostenfaktor ausgewiesen…

In Unternehmen wird die IT im Haushalt oft nur als Kostenfaktor ausgewiesen, obwohl sie eine grundlegende Voraussetzung für den täglichen Betrieb, die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum ist. Diese kurzsichtige Sichtweise unterschätzt nicht nur den Wert der IT, sondern birgt auch Risiken, da ohne eine gut funktionierende IT das gesamte Unternehmen zum Stillstand kommt.

Warum wird IT als Kostenfaktor betrachtet?

IT-Ausgaben gehören oft zu den größten Posten unter den nicht produktiven Kosten: Server, Lizenzen, Geräte, Wartung. Führungskräfte neigen dazu, zu fragen: „Wie viel kostet das?”, anstatt zu fragen: „Was bringt das ein?”. Diese Denkweise konzentriert sich auf den sichtbaren Cashflow und lässt dabei außer Acht, dass IT kein Luxus, sondern Infrastruktur ist – genau wie Strom oder Wasser in einer Fabrik.

Wenn IT lediglich als Kostenfaktor betrachtet wird, zielen die Entscheidungen auf kurzfristige Einsparungen ab: Updates werden aufgeschoben, Investitionen in die Sicherheit verzögern sich – doch ohne diese wird das System anfällig, die Effizienz sinkt, und im Falle eines Ausfalls oder einer Unterbrechung kosten die „Einsparungen” schnell Millionen.

IT als Grundlage des Betriebs

Stellen wir uns das Unternehmen als einen lebenden Organismus vor: Die IT ist das Kreislaufsystem. Ohne sie gibt es keine Kommunikation (E-Mail, Teams), keine Datenverarbeitung (ERP, CRM), keine Telearbeit (VPN, Cloud) und keine Innovation (KI-Tools, Automatisierung). In einem modernen Unternehmen macht die IT 70–90 % des Umsatzes aus – man denke nur an den E-Commerce, wo ein Ausfall pro Stunde Verluste in Millionenhöhe verursachen kann.

Die IT sorgt nicht nur für den „Betrieb”, sondern auch für Skalierbarkeit: Für neue Kunden ist mehr Serverkapazität erforderlich, für Wachstum Redundanz und für Wettbewerbsfähigkeit schnellere Systeme. Wer dies als Kostenfaktor betrachtet, bleibt auf der Strecke: Die Wettbewerber digitalisieren und automatisieren unterdessen ihre Prozesse und arbeiten kostengünstiger und schneller.

Konkrete Beispiele für die Gefahren von Scheineinsparungen

  • Sicherheit aufschieben: „Wir kaufen später eine bessere Firewall.” Nach einem Ransomware-Angriff ist die Wiederherstellung teurer als die Prävention: Die Kosten sind im Durchschnitt 3- bis 5-mal so hoch.
  • Aufschub der Anschaffung von Geräten: Die Langsamkeit alter Laptops verursacht pro Mitarbeiter einen Produktivitätsverlust von 10–20% pro Stunde. Eine Geräteerneuerung macht sich innerhalb von 6–12 Monaten bezahlt.
  • Ausfallrisiko: Wenn kein redundanter Server oder kein Backup vorhanden ist, führt ein Ausfall zu einem Stillstand des Vertriebs und der Produktion. Ein Ausfalltag verursacht größere Verluste als die IT-Wartungskosten eines ganzen Jahres.


Das sind keine Theorien: Laut Statistiken scheitern 40% der Unternehmen aufgrund falscher IT-Entscheidungen, während gut gemanagte IT-Investitionen einen 3- bis 5-fachen Return on Investment (ROI) erzielen.

Wie können wir die Denkweise ändern?

Der Schlüssel liegt in der Kommunikation und der Messbarkeit. Ein IT-Leiter muss nicht nur Tickets abschließen, sondern auch die Sprache der Wirtschaft sprechen:

  • Darstellung der wichtigsten Leistungskennzahlen (KPI): Zeigen wir auf, wie sich die Zahl der Kundenbeschwerden durch das neue CRM verringert hat oder wie die Produktivität durch Automatisierung gestiegen ist.
  • Risikoanalyse: Wir berechnen die „Was-wäre-wenn”-Szenarien: Was passiert bei einem Ausfall, einer Unterbrechung oder einem Datenverlust?
  • Positionierung als Investition: Wir empfehlen, das IT-Budget unter den Rubriken „digitale Transformation” oder „Betriebseffizienz” auszuweisen und dabei konkrete Zahlen zur Rentabilität anzugeben.


Bei der Zusammenarbeit zwischen HR und IT haben wir gesehen: Eine gute Partnerschaft sorgt für reibungslose Abläufe. Das Gleiche gilt auch hier: Wenn die IT als strategischer Partner und nicht als Kostenstelle betrachtet wird, wird das Unternehmen flexibler, sicherer und profitabler.

Tipps für die einzelnen Schritte eines Umdenkens

  • Der Einfluss der IT auf die Unternehmenskennzahlen sollte gemessen werden (Kosten pro Minute/Stunde bei Ausfallzeiten, Produktivitätssteigerung %).
  • Die IT sollte in die strategische Planung einbezogen werden, nicht nur in Haushaltsdebatten.
  • Kommunikation von Erfolgen: Fallstudien, ROI-Berechnungen für die Geschäftsleitung.


IT ist kein Kostenfaktor, sondern eine Investition, und wer das versteht, hat auf dem Markt einen Vorteil.

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